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"Degenhardt von Lubgast porträtiert eine Gesellschaft, die gefangen ist in einem degenerierenden Kreislauf der Gefallsucht, Heuchelei, Dekadenz, Entartung, Primitivität und des grenzenlosen Materialismus..." (À rebours)
Abattoir. Posthumane Geschichten - Degenhardt von Lugbast
Der Titel gibt in diesem Fall das Programm vor. Im neu aufgelegten, erweiterten und archaisierten Debüt zeichnet der Autor in 9 Erzählungen ein düsteres Bild der modernen Gesellschaft, das an Schonungslosigkeit und Radikalität kaum zu überbieten ist. Der eisige Schrecken, der den Leser im Zuge der Lektüre unwillkürlich befällt, rührt vor allem aus den realitätsnahen, aufrichtigen Darstellungen, die nur zuweilen leicht überspitzt wirken, zumeist jedoch genau den Punkt treffen. Degenhardt von Lubgast porträtiert eine Gesellschaft, die gefangen ist in einem degenerierenden Kreislauf der Gefallsucht, Heuchelei, Dekadenz, Entartung, Primitivität und des grenzenlosen Materialismus, aus dem nur ein gnadenvoller Tod sie zu erlösen vermag. Das Individuum hingegen, welches diesen Kreis zu durchbrechen vermag und ein alternatives Lebensmodell erschafft, wird mit Mißtrauen, Verachtung und Hohn beäugt, verlacht, verhöhnt oder gar offen bedroht und mit Nachdruck dazu aufgefordert, sich der dumpfen Massen anzupassen. Doch zumindest in einigen seiner Erzählungen gestattet sich von Lubgast, das mutige, aufrechte und unbeirrt seinen Weg gehende Individuum obsiegen zu lassen, während der stumpfsinnige Massenmensch sein verdientes Ende findet.
Autor: Degenhardt von Lubgast
Titel: Abattoir - Posthumane Geschichten
Verlag: À rebours
Preis: 14 Euro
Erhältlich über den Verlag oder über den wohlsortierten Buchhandel.
E-Mail:
Web: www.myspace.com/a_rebours_verlag
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